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Die neben den Flavonoiden
und Gerbstoffen zu der Gruppe der Polyphenole zählenden Phenolsäuren kommen
nahezu in allen Samenpflanzen vor und sind vermutlich die mit der
Nahrung mengenmäßig am meisten aufgenommene Gruppe
der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe.
Für die Pflanze haben diese Stoffe eine Schutzwirkung gegenüber
äußere, schädigende Einflüsse wie z.B. Befall
durch Mikroorganismen, so dass sich die höchsten Konzentrationen
in den äußeren Schichten wie Schalen oder äußere
Blättern befinden.
Einteilung:
Die Grundstruktur der Phenolsäuren bilden Hydroxyzimt-
(Cumarsäure) und Hydroxybenzoesäuren. Die Säuren
liegen meist mit Zuckern oder Hydroxycarbonsäuren als Ester
gebunden vor. Ester mit sich selbst oder anderen Hydroxycarbonsäuren
werden als Depside bezeichnet.
Freie Hydroxyzimtsäuren sind die Kaffeesäure
(3,4-Dihydroxyzimtsäure), Ferulasäure (4-Hydroxy-3-methoxy-zimtsäure),
Isoferulasäure (3-Hydroxy-4-methoxyzimtsäure) und Sinapinsäure
(3,5-Dimethoxy-4-hydroxyzimtsäure). Ferulasäure ist Ausgangsstoff
für weitere Verbindungen wie z.B. die Gingerole und Curcuminoide.
Freie Hydroxybenzoesäuren sind Gallussäure
(3,4,5-Trihydroxy-benzoesäure), Protocatechusäure (3,4-Dihydroxy-benzoesäure),
Syringasäure (3,5-Dimethoxy-4-hydroxy-benzoesäure und
Vanillinsäure (3-methoxy-4-hydoxy-benzoesäure).
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Gallussäure
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Höhermolekulare, nicht hydrolytisch spaltbare
Verbindungen der Phenolsäuren rechnet man zu den Flavonoiden,
Harzen und Gerbstoffen. 2,4- Dihydroxyzimtsäuren können
unter Ringbildung reagieren und bilden die Grundstruktur der Cumarine.
Wirkungen:
Phenolsäuren besitzen zumindest im Laborversuch
antioxidative, anti kanzerogene und antimikrobielle Wirkungen. Die
Wirkmechanismen sind weitgehend unbekannt, als gesichert gilt jedoch,
dass sich positiven Effekte aus einem Synergismus mit weiteren Inhaltsstoffen,
wie z.B. den Flavonoiden, Vitaminen
usw., ergeben und sich womöglich nicht auf eine Einzelsubstanz
zurückführen lassen.
Einige Hydroxyzimtsäuren wirken choleretisch, Kaffee-
und Chlorogensäure stimulieren auch die Magensaftsekretion.
Chlorogensäure scheint an der nach Kaffegenuss
beobachteten Erhöhung der Plasmaspiegel für Homocystein
mit beteiligt zu sein.
Vorkommen:
Literatur:
Bernhard Watzl, Gerhard Rechkemmer:
Phenolsäuren, Ernährungs-Umschau 48(2001) Heft 10
Gunter Metz:
Phytamine - Pflanzliche Nahrung zur Prävention
PZ-Schriftenreihe Nr. 13 (2001), Govi Verlag
Georg Schiller, Karl Hiller:
Arzneidrogen, 4. Aufl. 1999, Spektrum Akademischer
Verlag
Hager ROM 2002: Springer Verlag
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