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Weißdorn
Pflanze: Crataegus laevigata (Poir.)
Dc. u.a
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
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Anwendung:
Zubereitungen
aus Weißdornblättern mit Blüten werden daher zur Behandlung
leichter Formen einer Herzinsuffizienz (Stadien I und II NYHA) oder
bei einem altersbedingten Nachlassen der Herzleistung (Altersherz)
eingesetzt. Unter "Altersherz" versteht man einen Symptomenkomplex,
der sich z. B. in einem Beklemmungsgefühl und rascher Ermüdbarkeit
bei körperlicher Belastung äußern kann. Eine Wirkung
ist allerdings erst nach mehrwöchiger Behandlung zu erwarten,
so dass diese Präparate nicht zur Behandlung plötzlich auftretender
Beschwerden geeignet sind. Obwohl eine
positive Wirkung auf die Leistungsfähigkeit des Herzens nachgewiesen
ist, muss vor einer unkritischen Anwendung in der Selbstmedikation
gewarnt werden! ( s.
Hinweise).
Weißdornblätter mit Blüten enthalten oligomere Procyanidine
und Flavonoide,
die als das wirksame Prinzip angesehen werden. Wässrig-alkoholische
Extrakte, die meist auf einen Anteil an Procyanidinen oder Flavonoiden
standardisiert sind, bewirken eine leichte Steigerung der Herzleistung
durch Erhöhung der Schlagkraft und Erniedrigung des peripheren
Widerstandes, wobei die Schlagfrequenz nur unwesentlich beeinflusst
wird. Ferner wird die Durchblutung des Herzmuskels und der Herzkranzgefäße
gefördert und die Toleranz gegenüber Sauerstoffmangel erhöht.
Weiterhin besitzen solche Extrakte antioxidative, entzündungshemmende
und antiarrhythmische Eigenschaften.
Crataeguspräparate sollen auch bei funktionellen Herzbeschwerden,
wie z. B. Blutdruckschwankungen, subjektive Missempfindungen des Herzschlags
oder Extrasystolen helfen. Eine Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt.
Weißdornfrüchte enthalten ebenfalls Procyanidine und Flavonoide,
allerdings in weitaus geringerer Menge. Sie finden vor allem in der
Homöopathie Verwendung. |
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