Heilpflanzen-Lexikon
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Weide
Pflanze: Salix species
Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
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Anwendung:
Die in der Weidenrinde enthaltenen Phenolglykoside
(z. B. Salicin) und Flavonoide wirken
schmerzstillend, entzündungshemmend,
fiebersenkend und und aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes adstringierend.
Zubereitungen aus
der Weidenrinde werden zur Behandlung von leichten, fieberhaften
Erkältungskrankheiten
bei Erwachsenen (nicht bei Kindern! s.
Hinweise),
chronischen Schmerzen bei entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates
und anderen entzündlichen, schmerzhaften Erkrankungen verwendet.
Als wirksamer Bestandteil wird das Salicin vermutet, das im Körper
wie auch die Acetylsalicylsäure zu Salicylsäure umgewandelt wird
und entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt. Da die Umwandlung
des Salicins langsam verläuft, setzt die Wirkung erst spät ein,
hält aber dafür länger an. Daher sind Zubereitungen
aus der Weidenrinde nicht zur Behandlung akuter Schmerzen geeignet,
wohl aber für chronischer Schmerzen, wie z. B. Rückenschmerzen.
Neuere Untersuchungen legen nahe, dass die schmerzhemmende Wirkung
nicht alleine auf dem Gehalt an Salicin beruht, sondern man vermutet,
dass auch andere Inhaltstoffe an der Gesamtwirkung beteiligt sind.
Damit gewinnt die Art der Zubereitung
an Bedeutung, und verschiedene Fertigarzneimittel sowie die Teezubereitung
können sich in ihrer Wirksamkeit unterscheiden, obwohl der Gehalt
an Salicin gleich ist.
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