Waldmeister, Echter Pflanze: Galium odoratum (L.) Scop..
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Anwendung:
Volksmedizinisch zur Behandlung von nervösen
Unruhezuständen, Erkrankungen von Lunge, Magen, Darm, Leber, Galle
und Niere, ferner bei Venenerkrankungen. Die Wirksamkeit des Waldmeisters
ist wissenschaftlich nicht belegt, daher kann die Anwendung nicht
empfohlen werden.
Beim Trocknungsvorgang entsteht aus dem Glycosid Melilotosid das
für den Waldmeistergeruch verantwortliche Cumarin. Cumarin steht
im Verdacht bei Langzeitanwendung oder höherer Dosierung
Leberschäden auszulösen, daher darf Cumarin seit den 80iger Jahren
nicht in der Lebensmittelindustrie verwendet werden. (s.Hinweise)
Cumarin ist möglicherweise zur Behandlung von
Lymphödemen
geeignet.
Vom Cumarin leiten sich stark wirksame Substanzen ab, die zur Hemmung
der Blutgerinnung eingesetzt werden
(4-Hydroxycuamrinderivate).
Cumarin selbst hat aber nur einen unwesentlichen Einfluss auf die
Blutgerinnung.