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Anwendung:
Die Süßholzwurzel enthält Saponine,
darunter das süßschmeckende Glycyrrhizin, Flavonoide,
Chalkone und Cumarine. Zubereitungen aus der Süßholzwurzel werden
zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, wobei die Förderung der Abheilung
von Magen- oder Darmgeschwüren bzw. die Schutzwirkung gegenüber
deren Entstehung am besten untersucht ist. Heutzutage ist diese
Anwendung jedoch kaum mehr von Bedeutung, da als Ursache für die
Entstehung von solchen Geschwüren eine Infektion mit Bakterien (Helicobacter
pylori) angesehen wird, die antibiotisch behandelt wird und somit
eine Heilung erreicht werden kann.
Glycyrrhizin besitzt weiterhin eine hustenreizvermindernde, entzündungshemmende
und schleimlösende Wirkung, die durch eine auf das Wachstum von
Bakterien, Pilzen und Viren hemmende Wirkung weiterer Inhaltsstoffe
ergänzt wird, so dass die Süßholzwurzel zur Behandlung von Husten
aber auch von Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet wird.
Im Tier- oder Laborversuch konnte auch radikalfangende, immunmodulierende,
antihistaminische Eigenschaften und ein Einfluss auf den Stoffwechsel
der Geschlechtshormone nachgewiesen werden.
Hervorzuheben ist insbesondere, dass Glycyrrhizin bzw. Glycyrrhetinsäure
den Effekt der körpereigenen Hormone Hydrocortison und Aldosteron
verstärken und somit zu Nebenwirkungen führen können wie sie bei
einer Cortisontherapie auftreten. Daher sind spezielle Anwendungsbeschränkungen
zu beachten und die Therapiedauer auf 4 bis 6 Wochen zu beschränken
( s. Hinweise)! Auch der übermäßige
Verzehr von lakritzehaltigen Süßwaren kann zu unerwünschten Wirkungen
bis hin zur Vergiftung
führen!
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