Der Schwarze Senfsamen enthält Senfölglucoside,
aus denen nach Zerkleinern und Anrühren mit lauwarmen Wasser durch
das Enzym Myrosinase die Senföle
(Allylsenföl) freigesetzt werden. Aufgrund der stark hautreizenden
und durchblutungsfördernden Wirkung, wurde mit lauwarmen Wasser
angerührtes Senfmehl in Form eines Pflasters Wickels oder Bäder
bei Hexenschuss, Erkältungskrankheiten, Rheumatismus und Gefäßerkrankungen
angewendet.
Da diese Anwendungen zu starken
Nebenwirkungen
(s.
Hinweise) führen können, kann
eine medizinische Verwendung nicht empfohlen werden!
Die Verwendung als Gewürz (z. B. in
Form von Senf) ist jedoch unbedenklich.
Das durch Auspressen der Samen oder Schoten gewonnene Schwarze Senföl
(Oleum Sinapis expressum) enthält vor allem fettes
Öl. Da es wie auch das Rapsöl einen hohen Gehalt an toxischer
Erucasäure aufweist, sollte
von einer Verwendung des Öls als Nahrungsmittel abgesehen werden.