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Schöllkraut
Pflanze: Chelidonium majus L.
Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)

Anwendung:

Schöllkraut enthält in allen Pflanzenteilen Benzylisochinolinalkaloide, die ähnlich dem Papaverin leicht krampflösend auf den oberen Gastrointestinaltrakt wirken, proteolytische Enzyme und Pflanzensäuren. Ebenso werden dem Schöllkraut eine anregende Wirkung auf den Gallenfluss und eine schmerzhemmende Wirkung nachgesagt. Daher werden Zubereitungen aus Schöllkraut bei krampfartigen Beschwerden der Gallenwege und des oberen Magen-Darmtraktes angewendet.
Der Gehalt an wirksamen Alkaloiden ist sehr stark abhängig vom Standort der Pflanze sowie des Sammelzeitpunkts und des Trocknungsverfahrens.
Während die Anwendung von Schöllkraut früher als unbedenklich galt, sind seit 1997 jedoch zunehmend Nebenwirkungen beobachtet worden, die zu einer Einschränkung der Leberfunktion führten (Anstieg der Leberwerte, Cholestase, Hepatitiden). Da Schöllkraut als Gallemittel Verwendung findet, sind solche Nebenwirkungen besonders kritisch zu betrachten, da sie leicht der Grundkrankheit und nicht dem Präparat zugeschrieben werden könnten (s. Hinweis).
Volksmedizinisch wird der frische Milchsaft aus dem Stängel zur örtlichen Behandlung von Warzen verwendet.

 

Beschreibung
Herkunft
Synonyme
Anwendung
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Stand: 20.04.2008


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