Die Bittere Schleifenblume als Vertreter der Kreuzblütler
enthält Glucosinolate und die stark bitter schmeckenden Cucurbitacine,
wobei letztere Stoffgruppe vor allem in den Samen enthalten sind.
In den Blüten finden sich überwiegend Flavonolglykoside.
Der Gehalt an Glucosinolaten und Cucurbitacine ist stark vom Reifezustand
der Pflanze abhängig und ist entsprechend variabel.
Alkoholische Auszüge aus der Frischpflanze zeigten im Tierversuch
krampflösende, entzündungshemmende und zellschützende
Wirkungen. Weiterhin ließ sich ein antiulzerogener und motilitätsfördernder
Effekt auf den Magen-Darm-Trakt nachweisen.
Eine klinische Untersuchung mit einem alkoholischen Frischpflanzenauszug
aus der Bitteren Schleifenblume zeigten eine Linderung der Beschwerden
beim Reizdarmsyndrom, insbes. bei Personen, deren Symptomkomplex
Durchfälle bzw. einen Wechsel von Durchfällen und Verstopfung
aufwies nach einer Anwendungsdauer von min. 14 Tagen. Weitere Untersuchungen
liegen nur für Kombinationen mit anderen Pflanzenauszügen
vor.