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Anwendung:
Schafgarbenkraut und Blüten enthalten
ein ätherisches
Öl, dessen Gehalt und Zusammensetzung je nach Herkunft,
Erntezeitpunkt und zugrunde liegender Arten variieren kann. Teilweise
überwiegen Monoterpene, wie Campher und Cineol, teilweise Sesquiterpene,
wie z.B. Guaianolide, zu denen die Proazulene wie z.B. das Achillicin
gehören, aus denen sich bei der Destillation Chamazulen bildet
(s. Kamille). Nach dem Arzneibuch
muss die Droge einen Mindestgehalt von 0.02% Proazulene aufweisen.
Ferner enthält das Kraut Bitterstoffe, im Tierversuch antitumoral
wirkende Sesquiterpenoide (Achimillsäureester), Flavonoide,
Cumarine, Phenolcarbonsäuren
und Betaine.
Die Anwendungsgebiete entsprechen weitgehend denen der Kamillenblüten.
Die Wirkungen sind entzündungshemmend, krampflösend, antibakteriell
und fördernd auf die Gallensekretion.
Innerlich werden Schafgarbenzubereitungen bei Appetitlosigkeit und
leichten, krampfartigen Beschwerden der Verdauungsorgane (Entzündungen,
Durchfälle, Krämpfe) angewandt.
Äußerlich in Form von Sitzbädern bei funktionellen
Unterbauchbeschwerden der Frau und in Form von Umschlägen oder
Spülungen bei entzündlichen Erkrankungen der Haut und
Schleimhäute.
In der Volksheilkunde werden Zubereitungen aus der Schafgarbe zur
lokalen Blutstillung verwendet. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht
belegt.
Wie alle Korbblütler können vor allem bei äußerlicher Anwendung
Allergien ausgelöst werden ( s.
Hinweise).
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