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Roßkastanie
Pflanze: Aesculus hippocastanum L.
Familie: Roßkastaniengewächse (Hippocastanaceae)

Anwendungen:

Zur Anwendung kommen mit alkoholischen Auszugsmitteln hergestellte, standardisierte Trockenextrakte aus den Samen.
Für den Hauptwirkstoff Aescin, einem Gemisch aus monodesmoidischen Triterpensaponinen, sind gefäßabdichtende, venentonisierende und antiödematöse Wirkungen beschrieben. Weiterhin sind im Extrakt Flavonoide enthalten, während die toxikologisch bedenklichen Cumarinderivate Aesculin und Fraxin nur in Auszügen aus Rinde, Blätter, Blüten oder Fruchtschalen enthalten sind. Die Wirksamkeit von Präparaten, die einen Extrakt aus den Blättern oder der Rinde der Rosskastanie enthalten, ist nicht belegt.
Präparate aus Rosskastaniensamenextrakt zum Einnehmen oder auch aus reinem Aescin werden daher bei chronischer Veneninsuffizienz eingesetzt. Äußerliche Zubereitungen wie z.B. Gele zeigen außer einem kühlenden Effekt vermutlich wenig Wirkung.
Die venöse Insuffizienz (Venenschwäche) äußert sich in Schmerzen, Spannungs- und Schweregefühl der Beine sowie Schwellungen, die besonders abends und an heißen Tagen ausgeprägt sind. Sichtbare Zeichen sind Krampfadern und Besenreißer. Durch die Wasserein-lagerungen kommt es zu einer Minderversorgung des Gewebes mit Sauerstoff, es kann dann langfristig zu Entzündungen und Geschwüren kommen.
Aescin vermindert die Schwellungen ähnlich gut wie eine Kompressionstherapie, jedoch ist die medika-mentöse Behandlung kein Ersatz für weitere angeordnete Maßnahmen, wie z.B. das Wickeln der Beine oder das Tragen von Stützstrümpfen.
Auch bei verletzungsbedingten Gewebeschwellungen sind diese Präparate wirksam, nicht jedoch bei Schwellungen anderer Ursachen wie z.B. Stauungen des Lymphsystems oder Ödeme bei Herzinsuffizienz.

Beschreibung
Herkunft
Synonyme
Anwendung
Dosierung
Zubereitung
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Stand: 02.04.2003


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