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Anwendungen:
Zur Anwendung kommen mit alkoholischen Auszugsmitteln hergestellte,
standardisierte Trockenextrakte aus den Samen.
Für den Hauptwirkstoff Aescin,
einem Gemisch aus monodesmoidischen Triterpensaponinen,
sind gefäßabdichtende, venentonisierende und antiödematöse
Wirkungen beschrieben. Weiterhin sind im Extrakt Flavonoide
enthalten, während die toxikologisch bedenklichen Cumarinderivate
Aesculin und Fraxin nur in Auszügen aus Rinde, Blätter,
Blüten oder Fruchtschalen enthalten sind. Die Wirksamkeit von
Präparaten, die einen Extrakt aus den Blättern oder der
Rinde der Rosskastanie enthalten, ist nicht belegt.
Präparate aus Rosskastaniensamenextrakt zum Einnehmen oder
auch aus reinem Aescin
werden daher bei chronischer Veneninsuffizienz eingesetzt. Äußerliche
Zubereitungen wie z.B. Gele zeigen außer einem kühlenden
Effekt vermutlich wenig Wirkung.
Die venöse Insuffizienz (Venenschwäche) äußert
sich in Schmerzen, Spannungs- und Schweregefühl der Beine sowie
Schwellungen, die besonders abends und an heißen Tagen ausgeprägt
sind. Sichtbare Zeichen sind Krampfadern und Besenreißer.
Durch die Wasserein-lagerungen kommt es zu einer Minderversorgung
des Gewebes mit Sauerstoff, es kann dann langfristig zu Entzündungen
und Geschwüren kommen.
Aescin vermindert die
Schwellungen ähnlich gut wie eine Kompressionstherapie, jedoch
ist die medika-mentöse Behandlung kein Ersatz für weitere
angeordnete Maßnahmen, wie z.B. das Wickeln der Beine oder
das Tragen von Stützstrümpfen.
Auch bei verletzungsbedingten Gewebeschwellungen sind diese Präparate
wirksam, nicht jedoch bei Schwellungen anderer Ursachen wie z.B.
Stauungen des Lymphsystems oder Ödeme bei Herzinsuffizienz.
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