Petersilie Pflanze: Petroselinum crispum (MILL.) NYM. ex A.W. HILL
Familie: Doldengewächse (Apiaceae = Umbelliferae)
Anwendung:
Alle Pflanzenteilen enthalten ätherisches
Öl, mit den Bestandteilen Myristicin, Apiol und Allyltetramethoxybenzol,
Flavonoide und Cumarine.
Die Früchte zudem noch fettes
Öl mit Petroselinsäure als vorherrschende Fettsäure,
die Wurzel wie viele Vertreter der Apiaceen Polyacetylene, das Kraut
Vitamine und Mineralstoffe. Die verschiedenen Unterarten unterscheiden
sich in der Zusammensetzung des ätherischen
Öls ihrer Früchte: Die Blattpetersilie mit krausen Blättern
enthält meist vorwiegend Myristicin, die Rasse mit glatten
Blättern Myristicin und Apiol in etwa gleichen Anteilen und
die Wurzelpetersilie überwiegend Apiol.
Aufgrund des Gehalts an ätherischem
Öl und Flavonoiden
werden Zubereitungen
aus der Wurzel oder dem Kraut zur Durchspülungstherapie der
Nieren bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung
und Behandlung von Nierengries verwendet. Petersilienfrüchte
oder Petersilienfruchtöl sollten jedoch nicht angewandt werden,
da aufgrund ihres hohen Gehalts an ätherischem
Öl unerwünschte Wirkungen nicht ausgeschlossen werden
können (s. Hinweise).
Petersilienkraut und -wurzel dienen vielfach zum Würzen von
Speisen. Die dabei üblich verwendeten Mengen gelten als unbedenklich.
Petersilienfruchtöl wird in der Lebensmittelindustrie zum Würzen
und Aromatisierung von Fertiggerichten verwendet.