Passionsblumenkraut enthält Flavonoide,
Cumarine,
Zucker, Glykoproteine und geringe Mengen an ätherischen Ölen.
Traditionsgemäß werden Zubereitungen
vor allem in Kombination mit anderen Pflanzenextrakten zur Behandlung
von nervösen Unruhezuständen
und Einschlafstörungen verwendet. Als wirksames Prinzip scheinen
die überwiegend als C-Glykoside vorliegenden Flavonoide
in Frage zu kommen. Zubereitungen
aus dem Passionsblumenkraut scheinen insbesondere die Symptome ängstlich-nervöser
Stimmungszustände
zu bessern und sich als Tagessedativum zu eignen. Bei Schlafstörungen
wird Passionsblumenkraut meist mit anderen Sedativa, wie Baldrian,
Hopfen
und Melisse
kombiniert.
Die in anderen Passionsblumenarten vorkommenden Harman-Alkaloide scheinen
in P. incarnata nicht oder nur in Spuren vorzukommen. P. incarnata
enthält als einzige Passilfora-Art das cyanogene Glykosid
Gynocardin, aus dem sich nur schwer Blausäure abspalten lässt.