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Meerrettich
Pflanze: Armoracia rusticana G.M.Sch. syn. A. lapathifolia Gilib.
Familie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae = Cruciferae)

Anwendung:

Der scharfe Geschmack und die auf die Schleimhäute reizende Wirkung geht auf den Gehalt an Senfölen zurück. Die flüchtigen Senföle entstehen aus ihren Vorstufen, den Glucosinolaten, durch enzymatischen Abbau bei Verarbeitung der Wurzel und wirken keimtötend gegen Bakterien. Wegen ihrer Reizwirkung auf die Schleimhäute kommt es örtlich zu einer vermehrten Durchblutung.
Meerrettich enthält auch die Vitamine C und B1 sowie Enzyme und Flavonoide.
Innerlich eingenommen wird der Meerrettich gegen Erkältungskrankheiten und zur unterstützenden Behandlung bei Infektionen der ableitenden Harnwege verwendet.
Zubereitungen aus Meerrettich können äußerlich zur Behandlung von Muskelschmerzen eingesetzt werden, dabei darf der Gehalt an Senfölen 2% nicht überschreiten (s. Hinweis), da es sonst zu starken Hautreizungen kommen kann.
Verbreitet ist die Verwendung von Meerrettich zum Würzen von Saucen, Fleisch- und Fischgerichten. Da die Senföle leicht flüchtig sind, sollte Meerrettich erst kurz vor dem Servieren den abgekühlten Speisen zugesetzt werden. Getrockneter Meerrettich muss vor Verwendung in lauwarmen Wasser eingeweicht werden, damit sich die Senföle bilden können.

Beschreibung
Herkunft
Synonyme
Anwendung
Dosierung
Zubereitung
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Stand: 01.05.2003


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