Anwendung:
Die innere Rinde des Lapachobaums enthält Naphthochinonderivate,
Phenolcarbonsäuren, Vanillin, Cumarine und weitere Substanzen.
Die Leitsubstanz Lapachol scheint in der Rinde nur in Spuren vorzukommen.
Aufgrund der traditionellen Anwendung bei einer Vielzahl verschiedener
Erkrankungen, insbesondere Krebs, war die Rinde Gegenstand intensiver
Untersuchungen. Es konnten zumindest im Laborversuch antimikrobielle,
analgetische, entzündungshemmende und cytotoxische Eigenschaften
nachgewiesen werden. Allerdings wären für entsprechende
Effekte beim Menschen hohe Dosierungen erforderlich, die sich aber
als zu toxisch erwiesen haben. Insgesamt erscheint eine Anwendung
von Lapachorinde bei keiner medizinischen Indikation sinnvoll.
Eine wässrige Teezubereitung aus der inneren Lapachorinde
enthält die Wirkstoffe in nur geringen Mengen und könnte
zur Stärkung der allgemeinen Abwehrkräfte beitragen.
Auf die auch oft empfohlene äußerliche Anwendung bei
Hautkrankheiten sollte verzichtet werden, da die vor allem im Holz
enthaltenen Inhaltsstoffe stark hautirritierend und allergen wirken.
Handelsübliche Teepräparate können mit dem Holz
verschnitten sein, auch Verfälschungen kommen vor (s. Hinweise). |