Kümmel Pflanze: Carum carvi L.
Familie: Doldengewächse (Apiaceae = Umbelliferae)
Anwendung:
Aufgrund seiner blähungstreibenden,
verdauungsfördernden Wirkung wird Kümmel als Gewürz
schwer verdaulichen Speisen (z. B. Kohlgerichten) zugesetzt, aber
auch
zur Branntwein- und Likörherstellung genutzt.
Kümmelfrüchte sind reich an ätherischem
Öl, das zu einem Großteil aus Carvon und Limonen besteht.
Ferner sind fettes Öl,
Polysaccharide und
Eiweiß enthalten. Für Carvon ist eine wachstumshemmende
Wirkung auf Bakterien und Pilze beschrieben. Durch Carvon und Limonen
soll die Bildung entgiftender Enzyme in der Leber gefördert werden.
Das ätherische
Öl wirkt krampflösend und blähungstreibend. Kümmelfrüchte
eignen sich daher gut zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen
und Völlegefühl.
Die jungen frischen Blätter können wie Petersilie,
die Kümmelwurzel als Wurzelgemüse für Suppen in der
Küche verwendet werden. Das ätherische
Öl der Blätter besitzt als Hauptkomponente überwiegend
Sesquiterpene (z. B. Caryophyllen), das der Wurzel aliphatische
Aldehyde.
In der Volksheilkunde werden Kümmelfrüchte auch zur Behandlung
von Menstruationsbeschwerden und als Zusatz zu sog. Milchbildungstees
zur Förderung der Milchbildung stillender Mütter empfohlen.
Eine Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt.