Klette, Große Pflanze: Arctium lappa L. (=Arctium majus Bernh.)
Familie: Korbblütler (Asteraceae = Compositae)
Anwendung:
Die als Bardanae radix bezeichnete Klettenwurzel
enthält Schleimstoffe und Inulin, geringe Mengen an ätherischem
Öl, Pflanzensäuren und Lignane
(z. B. Arctiin). Volksmedizinisch wurden Zubereitungen
aus der Klettenwurzel zur Behandlung von Magen- und Darmbeschwerden,
Rheumatismus und bei Gallen- und Blasensteinleiden verwendet. Äußerlich
wird ein Auszug mit Oliven- oder Erdnussöl (Klettenwurzelöl)
bei vor allem trockener, schuppender Erkrankungen der Haut und
Kopfhaut
eingesetzt.
Für die Wirksamkeit gibt es keine wissenschaftlichen Belege, so
dass die Anwendung nicht befürwortet werden kann. Heute jedoch noch
gebräuchlich ist die Verwendung der Klettenwurzel in der Homöopathie
und als Zusatz zu vielen Haarkosmetika.
Auch für die der Klettenwurzel nachgesagten Förderung des Haarwuchses
gibt es keine Belege. Vermutlich schloss man aus der Tatsache, dass
die Pflanze selbst stark behaart ist, eine Wirkung auf den menschlichen
Haarwuchs (Signaturenlehre).