Hinweise:
Nicht anwenden
bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit!
Da Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen kann,
sollten insbesondere hellhäutige Personen während der Einnahme
auf Sonnenbäder (auch in Solarien!)
verzichten.
Nicht anwenden bei Verdacht auf schwere Depression!
Johannispräparate sind hier nicht wirksam, es ist unbedingt
baldmöglichst eine Behandlung durch einen Arzt erforderlich.
Nicht ohne Rücksprache
mit dem Arzt während
Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden!
Es gibt keine Untersuchungen, die die Unbedenklichkeit belegen.
Nicht bei Kindern anwenden!
Die Behandlung depressiver Erkrankungen im Kindesalter gehört
unbedingt in die Hände eines Spezialisten.
Nicht anwenden,
wenn gleichzeitig Medikamente eingenommen werden, deren Wirkung
durch Johanniskraut
beeinflusst
werden kann!
Dazu
gehören Ciclosporin,Tacrolimus, Arzneimittel gegen HIV (AIDS)
wie z.B. Indinavir, Zytostatika wie z.B. Irinotecan und andere
Antidepressiva.
Anwendungsdauer:
Wie bei anderen Antidepressiva tritt die stimmungsaufhellende
Wirkung erst allmählich ein und es ist eine Behandlung über
einen längeren Zeitraum erforderlich. Bemerkt man jedoch
nach 2 bis 4 Wochen keine Verbesserung der Beschwerden, so
ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Wechselwirkungen:
Neuere Untersuchungen ergaben den Hinweis, dass hochdosierte
Johanniskrautextrakte die Wirkung anderer Arzneimittel abschwächen
können (z.B. Mittel, die die Blutgerinnung beeinflussen, Ciclosporin,
Tacrolismus, Digoxin, Aidsmittel, Zytostatika, Amitriptylin, Nortriptylin,
Midexolam, Theophyllin). Diese Wechselwirkungen können u.U.
ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Johanniskraut
sollte nicht zusätzlich zu anderen Antidepressiva eingenommen
werden, da deren Wirksamkeit (aber auch deren Nebenwirkungen) verstärkt
werden kann.
Daher
sollten Personen, die bereits andere Medikamente einnehmen,
vor der Anwendung entsprechender Johanniskrautpräparate ihren Arzt oder
Apotheker zu Rate ziehen. Ebenso sollten Patienten, die Johanniskrautpräparate
einnehmen, ihren Arzt über diese Medikation informieren,
wenn sie andere Arzneimittel verordnet bekommen.
Johanniskraut kann die Aktivität körpereigener, arzneimittelabbauender
Enzyme (Cytochrom P450, z.B. CYP3A4) erhöhen und die Wirksamkeit
von Medikamenten, die über diese Enzyme verstoffwechselt
werden, abschwächen. So kann z.B. nicht ausgeschlossen werden,
dass Johanniskrautpräparate die Wirkung oraler Kontrazeptiva
(Anti-Baby-Pille) beeinträchtigen und es zu Zwischenblutungen
und sogar zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen könnte.
Weiterhin kommt es durch Johanniskraut zu einer Induktion des
Transporterproteins P-Glycoprotein (MDR-1), das bestimmte Medikamente,
wie z.B. Digoxin aus der Zelle ausschleusst und somit zu einer
erniedrigten Bioverfügbarkeit beiträgt.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimittel die ebenfalls serotonerge
Wirkungen entfalten wie z.B. Triptane oder SSRIs kann ein Serotoninsyndrom
auftreten.
Nebenwirkungen:
Johanniskrautpräparate werden im Allgemeinen sehr gut vertragen.
Selten können Magen-Darmbeschwerden, allergische Hautreaktionen,
Müdigkeit oder Unruhe auftreten.
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