Anwendung:
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Unruhe-, Angstzustände |
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Schlafstörungen |
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Magenbeschwerden |
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Appetitlosikeit |
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äußerlich bei Wunden, Geschwüren |
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Legende |
Hopfen enthält je nach Sorte einen
unterschiedlichen Gehalt an Hopfenbitterstoffen und ätherischem Öl.
Die harzige Masse wird unterteilt in „Weichharz“, das
die Hopfenbitterstoffe (Humulone und Lupulone) enthält sowie
das in Petrolether unlösliche Hartharz, das überwiegend
die Oxidationsprodukte des Weichharzes darstellt. Weiterhin sind
Phenolcarbonsäuren, Flavanone, Chalkone (Xanthohumol) und stickstoffhaltige
Verbindungen enthalten. Im Laborversuch erwies sich Xanthohumol als
krebshemmend und so gibt es Bestrebungen, den Gehalt in Bieren zu
erhöhen.
Traditionell verwendet werden Zubereitungen aus Hopfenzapfen bei
Unruhezuständen und nervösen Einschlafstörungen. Das
beruhigend wirkende Prinzip ist noch nicht bekannt und klinische
Untersuchungen sind kaum vorhanden. Für das bei der Lagerung
in geringen Mengen aus den Bitterstoffen entstehende 2-Methyl-3-buten-2-ol
sowie für das im ätherischen Öl enthaltene Myrcen
sind schlaffördernde Eigenschaften im Tierversuch nachgewiesen
worden. Inwieweit diese Substanzen therapeutisch eine Rolle spielen,
ist jedoch nicht bekannt. Möglicherweise spielen diese Substanzen
für den traditionellen empfohlenen Gebrauch von Hopfenkissen
und Hopfenbäder als Einschlafhilfe eine Rolle. Wegen der nicht
schlüssig nachgewiesenen Wirksamkeit des Hopfens sind als Fertigarzneimittel
Kombinationspräparate mit Baldrian, Passionsblume und / oder
Melisse üblich.
Die antibakteriell und antimykotisch wirkenden Bitterstoffe werden äußerlich
zur Behandlung schlecht heilender Wunden in der Volksmedizin verwendet.
Die Anwendung bei Magenbeschwerden oder Appetitlosigkeit erscheint
aufgrund des Gehalts an Bitterstoffen plausibel.
Hopfenzapfen enthalten ein potentes Phytoestrogen (8-Prenylnaringenin),
jedoch in so geringen Mengen, dass bei Verwendung in empfohlener
Dosierung oder als Nahrungsmittel keine unerwünschten Wirkungen
zu erwarten sind. Vorsichtshalber sollte jedoch keine Anwendung während
Schwangerschaft oder bei Kindern unter 12 Jahren erfolgen (s. Hinweis).
Weit verbreitet ist die Verwendung des Hopfens in der Bierbrauerei
seit Anfang des 14. Jahrhunderts.
Hopfenextrakte finden aber auch in der Kosmetikindustrie Verwendung,
z.B. als Zusatz zu Haarshampoos oder Cremes.
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