Hafer Pflanze: Avena sativa L.
Familie: Süßgräser (Poaceae = Gramineae)
Anwendung:
Haferfrüchte:
In der Volksmedizin werden Zubereitungen
aus den entspelzten Körnern (Rollhafer) als Stärkungsmittel
und bei Magen- und Darmerkrankungen (Haferschleim) eingesetzt. Die
dem Rollhafer nachgesagten cholesterolsenkenden und entzündungshemmenden
Wirkungen sind nicht belegt. Haferkörner enthalten Stärke,
lösliche Polysaccharide,
fettes Öl, Steroide
und Vitamine der B-Gruppe (vor allem im Keimling) und sind Bestandteil
einer gesunden Ernährung.
Güner Hafer: Hafertee
Aus den kurz vor der Vollblüte geernteten und rasch getrockneten
oberirdischen Pflanzenteilen wird das grüne Haferkraut gewonnen,
das zusätzlich Flavonoide
und Kieselsäure enthält. Teezubereitungen sollen bei nervöser
Erschöpfung und Schlaflosigkeit, bei Rheuma und Gicht und als
Durchspülungstherapie bei Stein- und Nierenleiden helfen. Die
Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt.
Haferstroh:
Haferstroh besteht aus den getrockneten, gedroschenen Laubblättern
und Stängeln des Hafers.
Bäder aus Haferstroh werden bei juckenden, entzündlichen
Hauterkrankungen eingesetzt, eine Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt.