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Anwendung:
Extrakte aus Ginkgoblättern:
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Hirnleistungsstörungen,
Periphere arterielle Durchblutungsstörungen |
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Ohrensausen, Schwindel |
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Höhenkrankheit |
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Legende |
In klinischen Studien wurden bisher nur für Ginkgoextrakte,
die aus den Blättern mit einem Aceton-Wasser-Gemisch (DEV 35-67:1)
gewonnen werden, ein positiver Effekt nachgewiesen. Diese Extrakte
werden eingestellt auf etwa 25% Flavonoidglykoside
(Flavonole und Biflavone) und etwa 6% Terpenlactone (Ginkgolide
A,B,C und Bilobalid), wobei der Gehalt an Ginkgolsäuren, die
stark hautreizend wirken und zu Magenunverträglichkeiten führen
können, unter 5 ppm liegen soll.
Experimentell nachgewiesen wurden
folgende Wirkungen:
- Steigerung der Toleranz insbesondere
des Hirngewebes gegenüber
Sauerstoffmangel
- Förderung der Gehirndurchblutung
- Verbesserung der Fließeigenschaften
des Blutes
- PAF-Hemmung (Plättchenaggregationsfaktoren)
- Beeinflussung zentraler Neurotransmitter
- Inaktivierung schädlicher Radikale
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Zubereitungen
aus diesen Extrakten werden zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch
bedingten Leistungsstörungen (dementiellen Syndromen) mit den
Leitsymptomen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen,
depressive Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen und Kopfschmerzen
im Rahmen eines Therapiekonzeptes eingesetzt. Weiterhin werden sie
zur unterstützenden Behandlung von peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen,
bei Schwindel und Ohrgeräusche verwendet.
Bevor mit einer Behandlung begonnen
wird, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob die Störungen
nicht einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung zuzuordnen
sind! (s.
Hinweis)
Derzeit laufen auch Untersuchungen, die eine Wirksamkeit zur Verbesserung
der geistigen Leistungsfähigkeit gesunder, jüngerer Menschen,
bei dem prämenstruellen Syndrom (PMS), bei altersbedingte Degeneration
der Macula, bei der Höhenkrankheit, die Verbesserung der Ansprechrate
einer Chemotherapie des Pankreaskarzinoms sowie eine günstige
Beeinflussung diabetischer Folgekrankheiten prüfen sollen.
Die ersten Ergebnisse sind jedoch noch zu vorläufig, um daraus
eine Therapieempfehlung ableiten zu können.
Ginkgonüsse (= Samenkern der
Ginkgofrüchte):
Die gerösteten Samenkerne, wobei zuvor die fleischige Außenschicht
der Früchte entfernt wurde, werden vor allem in Ostasien als
Delikatesse, in der Traditionellen Chinesischen Medizin auch als
Heilmittel, geschätzt. Die Außenschicht der Früchte
enthält stark hautreizend wirkende Ginkgolsäuren und Ginkgole
sowie 4'-Methoxypyridoxin, das zu Vergiftungserscheinungen führen
kann.
Anwendungsdauer:
Bei Hirnleistungsstörungen ist eine Behandlung von min. 8 Wochen
erforderlich. Nach einer Behandlungsdauer von 3 Monaten sollte überprüft
werden, ob die Therapie noch weitergeführt werden soll. Eine
Besserung arterieller Durchblutungsstörungen ist frühestens
nach 6 Wochen zu erwarten (Verlängerung der Gehstrecke). Bei
Durchblutungsstörungen des Innenohres, z.B. Schwindel, Tinnitus,
bringt eine Behandlung von mehr als 6 bis 8 Wochen keine Vorteile.
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