Heilpflanzen-Lexikon
|
|
 |
|
Chinarindenbaum, Roter
Pflanze: Cinchona pubescens Vahl
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
|
Anwendung:
Rote Chinarinde (syn. Fieberrinde, Apothekerrinde)
enthält etwa 30 verschiedene, überwiegend an organische
Säuren oder Gerbstoffe gebundene Alkaloide,
wobei Chinin, Chinidin, Cinchonin und Cinchonidin den Hauptanteil
bilden sowie Gerbstoffe und Bitterstoffe. Zubereitungen
aus der Roten Chinarinde werden wegen der Bitterwirkung, die zu einer
Zunahme der Speichel- und Magensaftsekretion führt, zur Anregung
des Appetits oder bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl
oder Blähungen eingesetzt. (s.a. Tausendgüldenkraut,
Gelber Enzian).
Die in der Volksmedizin propagierte Anwendung
als "Grippemittel" entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.
In der Lebensmittelindustrie wird Chinarinde zur Aromatisierung von
Getränken (Tonics) verwendet.
Gelbe Chinarinde (syn. Fabrikrinde, Calisaya-Chinarinde)
wird industriell zur Herstellung der Alkaloide
Chinin (Malariamittel) und Chinidin (Antiarrhythmikum) verwendet.
Beide Alkaloide sind
wegen möglicher, schwerer Nebenwirkungen der Verschreibungspflicht
unterstellt.
|
|
|
|
|