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Anwendung:
Der wertbestimmende Anteil der Inhaltstoffe,
sind die Capsaicinoide, darunter das Capsaicin, die für den scharfen
Geschmack verantwortlich sind. Die Scharfstoffe erregen auch die
Schmerz- und Wärmerezeptoren der Haut und Schleimhaut und bewirken
dadurch eine gesteigerte Durchblutung. Dieser Effekt wird zur äußerlichen
Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen im Schulter-Arm-Bereich
sowie im Bereich der Wirbelsäure ausgenützt. Aufgrund der starken
Reizwirkung wird die Anwendungsdauer auf 2 Tage beschränkt, eine
Wiederholung auf den gleichen Hautbezirken darf frühestens nach
14 Tagen erfolgen.
( s. Hinweise).
Capsaicinhaltige Salben können auch bei der Behandlung von Neuralgien,
z.B. wie sie nach Gürtelrose häufig auftreten, erfolgreich sein.
Hierzu wird die Salbe über mehrere Tage aufgetragen, wobei nach
anfänglicher Zunahme der Schmerzen eine Abnahme beobachtet wurde.
Da bei einer chronischen Anwendung aber nicht ausgeschlossen werden
kann, dass Nerven geschädigt werden, unterliegen diese Salben der
Verschreibungspflicht und dürfen nur auf ärztliche Verordnung hin
verwendet werden.
Cayennepfeffer sollte innerlich nicht zu medizinischen Zwecken eingenommen
werden, die Verwendung als Gewürz erscheint jedoch unbedenklich.
Da Cayennepfeffer selbst in geringen Mengen eine sehr starke Reizwirkung
auf Schleimhäute und Augen hat, wird es auch zur Herstellung von
Sprays zur Selbstverteidigung verwendet.
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