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Anwendung:
Borretschblüten und -kraut enthalten
Gerbstoffe, lösliche Kieselsäure und Schleimstoffe
und wurden daher in der Volksmedizin bei Entzündungen der Atemwege,
Harnverhalt und Durchfall eingesetzt. Da der Gehalt an lebertoxischen
Pyrrolizidinalkaloiden
recht hoch sein kann und eine Wirksamkeit des Borretsch bei den
o.g. Anwendungsgebieten nicht belegt ist, wird von einer medizinischen
Verwendung abgeraten. Auch als Küchengewürz sollte Borretsch
nur gelegentlich und sparsam eingesetzt werden ( s.
Hinweis).
Zum Würzen sollten nur die frischen, jungen Blätter oder
die Blüten verwendet werden, da Borretsch beim Trocknen rasch
an Aroma verliert. Es empfiehlt sich, die Blätter wegen der
rauen Haare klein zu hacken.
Das aus den Samen gewonnene Öl
dagegen ist praktisch frei von den schädlichen Alkaloiden,
sofern es durch Kaltpressung gewonnen wurde. Der Anteil an gamma-Linolensäure
beträgt 20% und übertrifft damit sogar das Nachtkerzenöl.
Zubereitungen aus Borretschsamenöl werden als Nahrungsergänzungs-mittel
innerlich und/oder äußerlich bei Hauttrockenheit, atopischem
Ekzem (Neurodermitis) und innerlich bei rheumatoider Arthritis bzw.
anderen Krankheitsbildern, die mit einem Mangel an gamma-Linolensäure
in Zusammenhang gebracht werden, empfohlen. Eine Zulassung als Arzneimittel
besteht jedoch nicht.
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