Berberitze Pflanze: Berberis vulgaris L.
Familie: Sauerdorngewächse (Berberidaceae)
Anwendung:
In allen Pflanzenteilen sind die Isochinolinalkaloide
Berberin und Berbamin enthalten, nur die reifen Früchte sind nahezu
alkaloidfrei. Berberin und Berbamin zeigen eine wachstumshemmende
Wirkung auf Bakterien, Pilze und Protozoen (Einzeller).
Volksmedizinisch werden die Wurzel, Wurzelrinde oder die Rinde
bei Erkrankungen der Leber und Galle, des Magen- und Darmtraktes,
der Niere und ableitenden Harnwege und als sog. „blutreinigendes“
Mittel verwendet. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt, so dass
eine Anwendung nicht empfohlen werden kann.
Die Früchte enthalten reichlich Pflanzensäuren, ferner Anthocyane
und Vitamin C. Zubereitungen als Mus oder Saft werden volksmedizinisch
bei Appetitlosigkeit, Verstopfung oder bei Lungen-, Leber- und Milzleiden
angewandt. Eine Wirksamkeit ist aber auch hier nicht nachgewiesen,
so dass eine Anwendung nicht empfohlen werden kann.