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Anwendung:
Als sog. Harndesinfiziens bei leichten
Infektionen der Blase und der ableitenden Harnwege. Die antibakterielle
Wirkung wird dem Arbutin zugeschrieben, aus dem im alkalischen Harn
Hydrochinon abgespaltet wird. Es wird vermutet, dass eine desinfizierende
Wirkung auf das Hydrochinon zurückzuführen ist. Daher
wird empfohlen, durch eine vegetarische Ernährung oder durch
die Einnahme von Natriumhydrogencarbonat, den pH-Wert des Urins
ins Basische zu verschieben. Obwohl der Gebrauch von Bärentraubenblättern
weitverbreitet ist, existieren kaum Untersuchungen, die die Wirksamkeit
belegen.
Weiterhin enthalten Bärentraubenblätter Gerbstoffe, Flavonoide
und Iridoidglykoside.
Die Blätter sollten möglichst einen hohen
Gehalt an Arbutin aufweisen und gleichzeitig einen niedrigen Gehalt
an freiem Hydrochinon besitzen. Daher wird empfohlen, die Blätter
im Dezember oder Januar zu ernten und schnell zu trocknen.
Die Anwendung von arbutinhaltigen Arzneimitteln soll
ohne ärztlichen Rat nicht länger als eine Woche und nicht
öfter als fünf mal pro Jahr erfolgen! ( s.
Hinweis)
Da der hohe Gerbstoffgehalt der Droge zu Magen- und
Darmbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen führen kann,
wird die Zubereitung des Tees als Kaltmazerat empfohlen ( s.
Dosierung).
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