Heilpflanzen-Lexikon
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Pflanze des Monats
Der Sonnenhut - Echinacea purpurea
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Der
wegen seiner großen, weinroten Blüten auch als Zierpflanze
hierzulande beliebte Purpursonnenhut, verdankt seine naturheilkundliche
Bedeutung eigentlich einer Verwechslung. Die Ureinwohner Nordamerikas
verwendeten den schmalblättrigen Sonnenhut (E. angustifolia)
zur Behandlung von einer Vielzahl von Erkrankungen, wie z.B. von
Wunden, Geschwüren, bei Atemwegserkrankungen und Schlangenbissen,
was dazu führte, dass die Pflanze auch das Interesse der westlichen
Medizin erlangte und auch in Europa zunehmend an Bedeutung gewann.
In den 20iger Jahren des 20. Jahrhunderts war die Nachfrage so
groß, dass Saatgut aus Amerika importiert wurde, um die Pflanze
auch hier anbauen und erforschen zu können. Infolge einer
Verwechslung gelangte allerdings der Samen des Purpursonnenhuts
nach Europa, dadurch konnten die meisten Erfahrungen mit dem Purpursonnenhut
gewonnen werden.
Woher kommt der Name?
Der Name Echinacea leitet sich vom griechischen
Wort "echinos" =
Igel ab und drückt hiermit die Ähnlichkeit des stacheligen,
gewölbten Blütenbodens mit einem Igel aus. Gärtnern
sind die Echinacea-Arten eher unter dem Namen Rudbeckia bekannt.
Wo kann der Sonnenhut helfen?
Zubereitungen aus
dem Frischpflanzenpresssaft des blühenden
Purpursonnenhutkrautes und der Wurzel des Blassblütigen Sonnenhuts
(E. pallida) werden zur Stärkung der körpereigenen Abwehr
bei Erkältungskrankheiten und zur unterstützenden Behandlung
von Infekten der ableitenden Harnwege verwendet. Äußerlich
anzuwendende Präparate können bei schlechtheilenden,
oberflächlichen Wunden nützlich sein. Der Schmalblättrige
Sonnenhut wird fast ausschließlich in homöopathischen
Präparaten genutzt. Die Wirksamkeit wird jedoch umstritten
beurteilt, da klinische Untersuchungen zu widersprüchlichen
Ergebnissen führten. Dies ist jedoch insofern verständlich,
da die einzelnen Präparate nur eingeschränkt miteinander
verglichen werden können und der eigentliche Wirkungsmechanismus
noch nicht bekannt ist.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Präparate zur Behandlung von Erkältungskrankheiten sollten
am besten gleich bei Auftreten der ersten Symptome genommen werden,
eine rein vorbeugende Einnahme scheint wirkungslos zu sein. Da
das Immunsystem auch nicht unbegrenzt stimuliert werden kann, sollte
die Einnahmedauer mehrere Wochen nicht überschreiten. Es spricht
jedoch nichts dagegen, nach einer Einnahmepause von ca. einer Woche
wieder mit der Behandlung zu beginnen, sofern dies sinnvoll erscheint.
Nicht verwendet werden sollten sie bei Überempfindlichkeit
gegenüber Korbblütlern oder bei schweren chronischen
Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen sowie bei AIDS oder HIV-Infektionen.
Die Einnahme während Schwangerschaft und Stillzeit sowie die
Behandlung von Kindern unter 2 Jahren sollte nur nach Rücksprache
mit dem Arzt erfolgen.
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