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Die
Gattung Salvia L. ist die größte Gattung innerhalb der
Familie der Lippenblütler und soll 500 bis 900 Arten umfassen,
die weltweit in den tropischen und subtropischen Bereichen sowie
im Mittelmeerraum verbreitet sind. In Mexiko ist der Aztekensalbei
(S. divinorum, magic mint) als Rauschpflanze bekannt, in China
gilt die Wurzel des Chinesischen Salbeis (S. milthiorhiza, Rotwurzsalbei)
als lebensverlängernd. Der Echte Salbei wurde ebenfalls seit
dem Altertum als Heilmittel sehr geschätzt und im Capitulare
de villis des Karls des Großen beschrieben. Aber auch der
Griechische (S. triloba), Spanische (S. lavandulifolia) und der
Muskatellersalbei (S. sclarea), dessen Name auf die früher übliche
Verwendung, das Aromatisieren von Wein, zurückgeht, sind von
pharmakologischem Interesse.
Woher kommt der Name?
Der Name „Salvia“ leitet sich vom
lateinischen Wort salvare = heilen ab und unterstreicht die Bedeutung,
die der Pflanze damals für die Gesundheit zugeordnet wurde.
Das deutsche Wort „Salbei“ leitet sich direkt aus der
lateinischen Bezeichnung ab. „Officinalis“ entspricht „offizinell“,
womit zum Ausdruck kommt, dass diese Art im Arzneibuch beschrieben
ist.
Wo kann der Salbei helfen?
Die Verwendung des Echten Salbeis begründet
sich überwiegend aus der Erfahrungsheilkunde, z.T. unterstützt
durch wissenschaftliche Untersuchungen. So konnte gezeigt werden,
dass Extrakte aus Salbeiblättern bei äußerlicher
Anwendung gegen Krankheitserreger (Bakterien, Pilze und Viren) wirksam
sind und desodorierend wirken. Zudem wurde auch ein entzündungshemmender
Effekt beobachtet. Die Anwendung bei Entzündungen des Zahnfleischs
und Halsschmerzen erscheint daher plausibel.
Innerlich eingenommen helfen Extrakte aus Salbeiblättern gegen übermäßige
Schweißbildung und bei Verdauungsbeschwerden. In der Küche
werden Salbeiblätter vor allem zum Würzen von Fleischspeisen
verwendet. Salbei besitzt auch konservierende Eigenschaften, so hemmt
er z.B. die Oxidation von Fettsäuren und verzögert somit
deren Ranzigwerden.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Das ätherische Öl des Echten Salbei
enthält als Hauptbestandteil Thujon, Cineol und Campher. Thujon
hat sich in höherer Dosierung als toxisch erwiesen und kann
eine Beschleunigung des Herzschlags, Schwindel, Hitzegefühl
und sogar Krämpfe verursachen. Daher verbietet sich eine innerliche
Anwendung höherer Dosen oder über längere Zeit.
Während der Schwangerschaft sollte Salbei nur in Mengen genossen
werden, die als Gewürz üblich sind. Stillende Mütter
sollten ebenfalls auf die innerliche Anwendung verzichten, da Salbei
das Abstillen fördert.
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