
Minze wurden bereits im Altertum in China, Ägypten und Rom
verwendet. Die heute übliche Pfefferminze entstand zufällig
durch Kreuzung der Bach- und der Krauseminze.
Von der Pfefferminze sind über 100 Varietäten und Sorten
bekannt. Minzöle, wie z.B. das Japanische Pfefferminzöl,
werden aus Varietäten der Ackerminze gewonnen. Sie zeichnen
sich durch einen hohen Mentholgehalt aus. Die Anwendungsgebiete von
Minzöl entsprechen denen des Pfefferminzöls.
Wo kann die Pfefferminze helfen?
Die Verwendung von Pfefferminzblätter oder des ätherischen Öls
beruhen in erster Linie auf der traditionellen Anwendung. Pfefferminze
wird in drei unterschiedlichen Bereichen angewendet.
- Magen-Darm-Bereich
Pfefferminze, darunter vor allem das Menthol, wirkt auf den Magen-Darm-Trakt
krampflösend, galletreibend und antiseptisch. Es wird
daher bei Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und als
Gallemittel als Tee, aber auch als Fertigarzneimittel eingesetzt.
- Erkältungen
Mentholhaltige Einreibungen oder Inhalationen verschaffen durch
den kühlenden Effekt bei Schnupfen das Gefühl erleichterter
Nasenatmung ohne jedoch direkt abschwellend zu wirken.
- Spannungskopfschmerzen
Minzöl äußerlich aufgetragen kann bei Spannungskopfschmerzen
helfen.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Mentholhaltige Einreibungen und Inhalationen dürfen bei Säuglingen
und Kleinkindern auf keinen Fall im Gesichtsbereich aufgetragen
werden, da diese sehr empfindlich reagieren.
Bei Einnahme von pfefferminzhaltigen Zubereitungen können wegen
der krampflösenden Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt Sodbrennen
und eine bestehende Refluxkrankheit verschlimmert werden. Personen
mit Gallensteinleiden oder Lebererkrankungen sollte diese Arzneimittel
nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.
Pfefferminze zu Hause:
Wer hat noch nie Pfefferminztee getrunken oder ein paar Blätter
als Würze im Essen verwendet? Da ist es praktisch, eine Pflanze
zumindest den Sommer über im Garten oder auf dem Balkon zu
haben. Pfefferminze stellt wenig Anforderungen, sie mag es halbschattig
und bevorzugt einen humusreichen Boden, der regelmäßig
feucht gehalten wird. Geerntet werden die Blätter und Triebspitzen.
Vor der Blüte ist die Pflanze am ertragreichsten.
Für eine Tasse Tee werden 1 Esslöffel Pfefferminzblätter
mit kochendem Wasser übergossen und abgedeckt (!) 10 Minuten
ziehen lassen. Für die äußerliche Anwendung z B.
als Inhalation werden 3-4 Tropfen Minzöl in heißes Wasser
gegeben und die Dämpfe eingeatmet.
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