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Im Herbst hat der Hopfen Saison: Ende September findet in München
das größte Volksfest statt: das Oktoberfest, weltweit
eher bekannt unter dem Begriff Munich beer festival. Und der Hopfen,
wichtigster Bestandteil des Biers, wird ein paar Wochen früher,
Ende August – Anfang September geerntet.
Die Hopfendolden
werden hauptsächlich zum Bierbrauen verwendet,
aber ein kleiner Teil wird zu Beruhigungs- und Schlafmitteln weiterverarbeitet.
Medizinische Bedeutung erhielt der Hopfen erst im 11. Jh. durch Hildegard
von Bingen, obwohl er schon in der Antike bekannt war. Damals wurden
aber nur die Sprosse als Gemüse verwendet.
Wo kann der Hopfen helfen?
Traditionell werden Zubereitungen aus den weiblichen Hopfendolden
als mildes Beruhigungsmittel bei Einschlafstörungen, Unruhe-
und Angstzuständen eingesetzt. In pflanzlichen Beruhigungsmitteln
haben sich besonders Kombinationen mit Baldrianwurzel und/oder
anderen Pflanzenextrakten bewährt.
Hopfenextrakte werden auch in kosmetischen Präparaten verwendet. So sorgt
ein Hopfenzusatz in Haarshampoos oder –spülungen für mehr Glanz
bei dunklem Haar, Cremes mit Hopfen sollen hautstraffend wirken.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Bei üblichem Gebrauch sind für Hopfen keine Nebenwirkungen
bekannt. Trotzdem sollten diese Arzneimittel nicht während
Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern unter 12 Jahren
angewendet werden. Hopfen enthält in geringen Mengen eine östrogenartige
Substanz und unerwünschte Wirkungen können nicht mit
Sicherheit ausgeschlossen werden.
Wissenswertes rund um den Hopfen im Bier
Im Mittelalter wurde mit den verschiedensten Zutaten Bier gebraut.
Wahrscheinlich haben Mönche im 8. Jahrhundert herausgefunden,
dass der Zusatz von Hopfen dem Bier besonders gut tut:
- es schmeckt gut: Aroma und Bitterkeit kommt vom Hopfen
- es bleibt länger haltbar
- es ist schaumstabilisierend.
Daraufhin wurde Hopfen vor allem von Mönchen angebaut. Erste
schriftliche Belege gibt es aus Geisenfeld (Hallertau, 763 n.Chr.)
Kloster St. Denis bei Paris (768 n. Chr.) und Hochstift Freising
(859 n. Chr.). Es gibt viele verschiedene Hopfensorten, man unterscheidet
zwischen Bitterhopfensorten und Aromahopfensorten. Abhängig
von der Sorte und dem Brauprozess wird die Würze mehr oder weniger
bitter.
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