
Die große Brennnessel ist eine vielseitige Nutz- und seit
dem Altertum geschätzte Heilpflanze. Aus den Fasern der Stängel
kann Garn gewonnen werden, das als Ersatz für Baumwolle verwendet
wurde, in trockenem oder angewelktem Zustand stellt sie ein hochwertiges
Zusatzfuttermittel für Tiere dar, ein Aufguss aus dem Kraut
kann im Garten als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel
dienen und aufgrund ihres hohen Protein-, Mineralstoff- und Vitamingehalts
sind die jungen, frische Triebe und Blätter ein gesundes Gemüse,
das ähnlich wie Spinat verwendet werden kann.
Wo kann die Brennessel helfen?
Den Meisten ist die Wirkung der Blätter bekannt: Sie besitzen
ausschwemmende und entzündungshemmende Eigenschaften. Sie
werden als Durchspülungstherapie bei Erkrankungen der Harnwege
eingesetzt. Wegen der entzündungshemmenden Eigenschaft werden
Brennnesselblätterextrakte auch zur unterstützenden Therapie
von rheumatischen Erkrankungen geschätzt.
Brennnesselwurzelextrakte bessern Beschwerden einer altersbedingten,
gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata).
Sie helfen gegen Beschwerden beim Wasserlassen und gegen häufigen
Harndrang.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Präparate aus Brennnesselblättern oder –wurzeln
sind im Allgemeinen gut verträglich. Eine Durchspülungstherapie
darf nicht durchgeführt werden, wenn die Flüssigkeitsmenge
krankheitsbedingt begrenzt werden muss, wie es z.B. bei Herzschwäche
oder Nierenkrankheiten der Fall ist.
Die Beschwerden einer beginnenden benignen Prostatahyperplasie
bessern sich durch die Anwendung von Brennnesselwurzelpräparaten.
Da das Wachstum der Prostata jedoch durch die Anwendung unbeeinflusst
bleibt, sind regelmäßige ärztliche Kontrollen notwendig.
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